Donnerstag, 18. Oktober 2018Übergabe des Dianasteins an der Römersiedlung

Dianastein

Bereits im Juni wurde das Gesamtprojekt des neuen Oberrhein-Römer-Radweges auf der Landesgartenschau in Lahr vorgestellt. Der Oberrhein-Römer-Radweg, der bisher durch das Markgräflerland und den Kaiserstuhl führte, wurde von 140 km auf 200 km erweitert und führt jetzt durch die Ortenau. Somit sind die bedeutendsten Plätze der römischen Vergangenheit von Grenzach-Whylen bis Offenburg über einen gemeinsamen Radweg miteinander verbunden. Zum Abschluss wird der Dianastein nun an die Gemeinde übergeben.

Der Radweg führt an der Römersiedlung Friesenheim sowie an der Klosterkirche Schuttern und der Leutkirche in Oberschopfheim zur Römersiedlung nach Niederschopfheim. Im Zuge dieser Verlängerung wurde die römische Straßenstation und der Dianatempel durch die Gemeinde und die Regionalgruppe Geroldsecker Land des Historischen Vereins Mittelbaden neu gestaltet.

Die Römersiedlung befindet sich nicht weit entfernt vom Kloster Schuttern an einer römischen Straßenstation an der damaligen Straßenverbindung von Basel nach Mainz. Zahlreiche Reisende haben hier früher Rast gemacht auf dem Weg durch die römischen Provinzen nördlich der Alpen. Anzeichen hierfür sind Häusergrundrisse, Schmiedewerkzeuge, Brunnen und Pferdetränken, die man gefunden hat. Bei Hohberg-Niederschopfheim findet man nicht mal 10-km entfernt bereits die nächste Raststation oder „Autobahnraststätte“ für Reisende. Im Archäologieführer von Baden-Württemberg hat es die Gemeinde Friesenheim mit dieser historischen Anlage sogar unter einer der 62 Fundstellen geschafft.

Bürgermeister Erik Weide ist stolz auf das römische Bodendenkmal: „Die Römersiedlung mit der Römerstraße, ihrem Dianatempel und der Straßenstation kann als touristisches Highlight von Friesenheim bezeichnet werden. Mein Dank gilt dem Historischen Verein Mittelbaden Regionalgruppe Geroldsecker Land e.V. für die finanzielle Unterstützung und das Engagement für dieses Projekt, Steinmetz Frank Rothbächer für die Gestaltung des Daiansteins sowie der Archäologie-Werkstatt, die mit begleitenden Textbeiträge für die neuen Infotafeln unterstützt hat.“