Dienstag, 13. November 2018100 Jahre Waffenstillstand - Besuch in Tavaux

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Anlässlich des 100sten Jahrestages zum Ende des Ersten Weltkrieges besuchte am 11.11.2018 eine zehnköpfige Delegation aus Friesenheim die französische Partnergemeinde Tavaux. Der für Frankreich bedeutende Gedenktag wurde im Zeichen der Freiheit gemeinsam gefeiert. Der europäische Gedanke stand im Fokus, bewegende Momente gab es bei der Zeremonie und bei der Einweihung von einem Stück Berliner Mauer.

Nach der Begrüßung von Bürgermeister Jean-Michel Daubigney und dem Comitée Jumelage am Sonntagmorgen gab es um 11:30 Uhr eine Gedenkfeier vor der Kirche in Tavaux. Soldaten, ein Schulchor und die Musikkapelle von Tavaux bildeten den Rahmen für die andächtige Zeremonie. Bürgermeister Erik Weide und Altbürgermeister Armin Roesner waren als Vertreter von Friesenheim dabei. In seiner Rede betonte Weide die Einigung Europas als eine Erfolgsgeschichte nach einem steinigen, aber gemeinsam bestrittenen Weg. Im Vordergrund der Reden stand die Freunde über das Ende des Ersten Weltkrieges, aber auch das Erinnern an die schrecklichen Ereignisse vor 100 Jahren. Einen berührenden Moment erfuhren die Teilnehmer, als die deutsche Nationalhymne erklang.

Tavaux hat zum Anlass der Hundertjahrfeier ein Stück der Berliner Mauer erworben und möchte mit dieser Stele erinnern und der Opfer gedenken. Sie steht aber auch im Zeichen der Anerkennung, des Respekts und der Dankbarkeit für die heutigen Soldaten und Kämpfer. Die Stele wurde von zwei Künstlern bemalt und am Ortseingang von Tavaux errichtet. Die Flaggen von Frankreich, Deutschland und Europa prangen in leuchtenden Farben.

Für Bürgermeister Erik Weide sind der gemeinsame Austausch und die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse unverzichtbar. „Ein besonderes Erlebnis waren für mich die Gespräche mit französischen Bürgern, die die Auswirkungen der Kriege hautnah miterlebten. Man spürt so viele Emotionen, diese Momente bleiben unvergessen. Mein Dank gilt Bürgermeister Daubigney und dem Comitée Jumelage für die Einladung zur feierlichen Ausgestaltung des Gedenktages.“

Nach einem gemeinsamen Umtrunk trat die Friesenheimer Delegation gegen 17 Uhr den Heimweg an.