Tigermücken-Monitoring der „KABS“ beginnt kommende Woche

Seit einigen Jahren verbreitet sich die Asiatische Tigermücke auch in Europa und gilt als Überträger von zahlreichen Krankheitserregern. Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südost-Asien und wird vordringlich durch den Warenhandel nach Europa verschleppt.

Durch ihre Fähigkeit, künstliche und natürliche Brutstätten zu nutzen, sowie die Trockenresistenz ihrer Eier und den geringen Anspruch bei der Auswahl eines Blutwirts, kann die Asiatische Tigermücke schnell stabile Populationen aufbauen. Um einer dauerhafte Etablierung dieser Mückenart in Deutschland entgegenzuwirken gilt es, diese noch lokal begrenzten Populationen frühzeitig zu bekämpfen.

Ab KW 29, also ab dem 19. Juli 2021, führt die „KABS“ (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V.)  ein aktives Monitoring mit Eiablagefallen durch, um neue und bisher noch unbekannte Populationen der Asiatischen Tigermücke zu entdecken und entgegenwirken zu können. Bei der Eiablagefalle handelt es sich um eine ökologische Stechmückenfalle, denn nur sehr weniger andere Vertreter der Mücken nutzen diese zur Eiablage, wie die KABS auf ihrer Homepage mitteilt. Da Das Wasser im Fallenkörper für alle weiteren Organismen ungiftig ist, dient die Falle im Sommer sogar als Trinkstätte für Eidechsen oder als Brutort für Mistbienen. Das Monitoring erstreckt sich über das gesamte KABS-Gebiet, die Standorte wechseln jährlich.

Die ausgewählten Standorte der Aktionsgemeinschaft befinden sich zumeist im Siedlungsgebiet. Teilweise sind die Mitarbeiter auch darauf angewiesen, die Fallen an Hecken von Privatgärten anzubringen. In letzteren Fällen findet eine Kontaktaufnahme mit den Eigentümern vor Ort statt.