Jugendhearing liefert Ideen zur Vandalismusprävention

Polizeioberkommissar Matthias Reitter erörtert mit den Jugendlichen Lösungsansätze zur Verhinderung von Vandalismus.

Immer wieder häufen sich die Beschwerden zum Vandalismus und mutwilliger Zerstörung. Dabei hat der Vandalismus in der Gemeinde viele Facetten. Nun sollte im Rahmen eines Jugendhearings auch die Jugend zu diesem Thema zu Wort kommen, um ihre Position zu verdeutlichen und mögliche Lösungsansätze zu finden.

„Wer die Bilder der Zerstörung sieht muss erkennen, dass es so nicht weitergehen darf“, sagte Bürgermeister Erik Weide im Rahmen des Jugendhearings. Auch Polizeioberkommissar Matthias Reitter gingen in seinen Ausführungen auf die Schäden ein, die sogar als Straftaten geahndet werden können. Die Schadenshöhe alleine im Bereich des Bildungszentrums wurde mit rund 5.000 Euro jährlich durch den Leiter des Ordnungsamtes, Roland Gutbrod, beziffert. Die weiteren Schäden seien in diesem Betrag noch nicht mitinbegriffen.

Beim Jugendhearing war es an den Jugendlichen, Gemeinderatsmitgliedern, Polizei, Verwaltung und Jugendbüro, in gemischten Gruppen Lösungsansätze zu suchen, wie Vandalismus vermieden werden kann. Hierbei war es dem Bürgermeister besonders wichtig, auch ein offenes Ohr für die Jugendlichen zu haben, die auch gute Ansätze liefern konnten. So gab es den Vorschlag, Präventionsveranstaltungen in der Schule und im Jugendbüro zu organisieren, oder Sanktionen einzuführen. Auch die Überwachung von Plätzen gehörte zu den Vorschlägen der Arbeitsgruppen.

Auch die Schaffung von Alternativangeboten stand auf der Vorschlagsliste der Jugendlichen, ebenso wie die gemeinsame Gestaltung öffentlicher Plätze oder die Schaffung von legalen Spraywänden. Auch der Jugendclub wird über die zahlreichen Ideen und Anregungen noch einmal beraten und Anregungen sammeln, welche der Ideen umgesetzt werden sollen.

Insgesamt kam man auch zu dem Ergebnis, dass neben der Freizeit, dem Freundeskreis und dem weiteren sozialen Umfeld auch die Eltern eine wichtige Rolle spielen. Erwachsene müssen Vorbild sein und den Jugendlichen die richtigen Umgangsformen vorleben. Am Ende steht aber auch der Mut zur Zivilcourage, bei Beobachtungen die betreffenden Personen anzusprechen und aufzuklären im Fokus.

„Ich freue mich, dass sich die Jugendlichen engagiert in die Diskussion eingebracht haben und so viele Vorschläge gesammelt werden konnten – jetzt ist es an allen Beteiligten, die Ideen in unsere Arbeit einzubringen“, sagte Bürgermeister Erik Weide rückblickend auf das Jugendhearing.

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Julia Berger

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